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Presstechnik bringt Material in Form

Die Presstechnik bietet sich bevorzugt für die Fertigung von Bauteilen an, die in größerer Stückzahl hergestellt werden sollen. Grundsätzlich unterscheidet man in der Presstechnik zwischen duroplastischer und thermoplastischer Verarbeitung. 

Heisspunktklötze / Urne aus Bio-Faserverbund / Industrieschutzhelm Bio-Faserverbund

Duroplastische Ausgangsprodukte 
Duroplastische Ausgangsprodukte können sowohl vorimprägnierte Faserlagen (Prepregs) sein als auch trockene Fasermaterialien, die mit Harz benetzt werden und während des Pressvorgangs imprägniert werden. Nachdem die Pressform das Ausgangsmaterial in die gewünschte Geometrie gebracht hat, härtet die flüssige Matrix unter dem Einfluss von Druck und Temperatur aus. Dadurch entsteht ein stabiles Bauteil, das sich anschließend entformen und weiterverarbeiten lässt.

Thermoplastische Ausgangsprodukte  
Thermoplastische Ausgangsprodukte werden zwecks weiterer Verarbeitung zuerst in einem Ofen aufgeheizt. Dadurch wird die Matrix schmelzflüssig. Nach dem Transfer in das Presswerkzeug löst das Schließen der Presse den gewünschten Formgebungsprozess aus. Das Ausgangsmaterial, welches aus dem thermoplastischen Kunststoff und den Verstärkungsfasern besteht (zum Beispiel so genannte Organobleche) kühlt gleichzeitig ab, wodurch die Schmelze erstarrt. Am Ende kann man der Presse ein formstabiles Bauteil entnehmen.

Presse 1:

  • Tischfläche 800 x 800 mm
  • Schließdruck 800 kN
  • Etagenabstand 800 mm
  • Beheizung und Kühlung erfolgt werkzeugseitig

Presse 2:

  • Tischfläche 500 x 500 mm
  • Schließdruck 40 kN
  • Etagenabstand 400 mm
  • Heiz-/Kühlplatten elektrisch beheizbar bis 250 °C
  • Wasserkühlung

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